Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) begrüßt grundsätzlich das Vorhaben, die Seetransporte emissionsärmer zu gestalten. Stahlschrott ist der weltweit am meisten gehandelte Sekundärrohstoff. Allein 2018 wurden international 105 Mio.t des klimafreundlichen Recyclingmaterials gehandelt. Der Einsatz des neuen Treibstoffs und die damit verbundenen Umrüstungen lassen jedoch deutliche Kostensteigerungen erwarten.
Zwar stößt der Gedanke, dass es weltweiten Klimaschutz und Ressourcenschonung nicht zum Null-Tarif geben kann, in weiten Teilen der Bevölkerung auf höhere Akzeptanz und auf Verständnis für eine nachhaltigere Lebensweise. Dennoch müssen solche Preissteigerungen mit Augenmaß gestaltet werden, damit der Handel mit Recyclingrohstoffen auch in einem sich abkühlenden wirtschaftlichen Umfeld wettbewerbsfähig bleibt. Denn nur durch eine konsequente Kreislaufführung, die bei Stahl ohne Qualitätsverlust gelingt, kann verhindert werden, dass der Erdüberlastungstag - der Tag, an dem der Mensch mehr erneuerbare Ressourcen verbraucht hat - als in einem Jahr nachwachsen, immer weiter zum Jahresanfang rückt.
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